
Liebe Stammtischfreundinnen und -freunde,
erinnern Sie sich noch an „Doro“? Da müssen Sie allerdings im August 2024 im Parktheater bei „Snow White and Me“ gewesen sein – gut, manche waren nicht und manche haben´s vergessen – nicht so schlimm, denn „Doro“, dieses resolute Mädchen aus dem Musical, lernen Sie persönlich kennen, wenn Sie am
Montag, 15. Juni 2026, 19.00 Uhr in´s ALEXANDRA
kommen und Schauspielerin Sophia Bauer am Stammtisch erleben. „Klein, fränkisch – frech und mit einer Jukebox im Kopf“ – so beschreibt sie sich selbst und Musik ist ihre erste Liebe – welche anderen Lieben sie noch hat, wird sie bestimmt am Stammtisch erzählen ( möglicherweise ist auch eine „richtige“ dabei ). Sophia Bauer gehört zusammen mit Philipp Rosenthal zur „kleinen aber feinen“ Sparte des „Jungen Theaters Plauen – Zwickau“ kurz „JUPZ“. Für die Zuschauer, die fleißig das große Haus besuchen, ist „JUPZ“ sicherlich nicht allgegenwärtig, aber was dieses kleine Ensemble leistet, ist aller Ehren wert und es unterstreicht mit seinen Inszenierungen im Bereich Kinder – und Jugendtheater den Wert eines produzierenden Mehrspartentheaters vor Ort.
Sophia Bauer, geboren 1995 im fränkischen Gunzenhausen ist ein echtes Multitalent und ein regelrechtes Energiebündel. Sie kann reiten, klettern, fechten, singen, tanzen, Tennis spielen, Bogenschießen, Gitarre spielen und noch viel mehr. Jede Menge Studien und Ausbildungen, u.a. auch in handwerklichen Berufen, dann 2018 bis 2021 Schauspielstudium in Berlin, 2022 bis 2024 ein festes Theaterengagement an den Württembergischen Landesbühnen Esslingen und ab der Spielzeit 2023/24 in Plauen/Zwickau.
Über die Vielzahl ihrer Rollen und alles, was sie noch „nebenbei“ macht, wird sie sicherlich und ausgiebig am Stammtisch berichten. Nicht nur „nebenbei“, sondern mit großem Engagement nimmt sie die verantwortungsvolle Aufgabe als Vorsitzende des Betriebsrates wahr ( als Stellvertreterin fungiert Manja Illgen ) – bei der Kundgebung in Dresden am 18.5.25 ergriff auch Sophia Bauer das Wort. Bekanntlich machten Vertreter der sächsischen Theater bei dieser Protestkundgebung vor dem Landtag auf die prekäre Lage aufmerksam – alle Häuser in Sachsen bzw. deutschlandweit kämpfen um´s Überleben. Mit „Ganz. Schön. Mutig.“ geht unser Theater in die Spielzeit 2026/27 – das ist wirklich ganz schön mutig!
Neben den „Kämpfern“ für den Erhalt der Theater bringen sich auch Zweifler „in Stellung“, die die Existenzberechtigung der Theater in Frage stellen, da ja nur ein Teil des Volkes diese Kultureinrichtung nutzt, aber „Theater ist wie ein Wald, nicht jeder geht hinein und doch verbessert er die Luft für alle!“
Für die Zeit bis zum nächsten Stammtisch im September wünsche ich Ihnen noch einige schöne Theatererlebnisse, wie z.B. „Der Graf von…“, Spitzenfestgala, „Sommernachtstraum“, „Stolz und Voturteil“ und „Vorhang auf!“ – erholsamen Urlaub und eine schöne Zeit!
Herzliche Grüße
Günter Lienemann

